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Skihochtouren von der Zufallhütte
13. März 2010 bis 17. März 2010

Kartenempfehlungen:

  • Tabacco; Ortles - Cevedale; Blatt 08; Maßstab 1:25000

Zusatzinformationen:

Tourenverlauf als KML-Datei für Google Earth

Tourenbericht:

13. März 2010:

Zufallhütte im Winter

Aufstieg: ca. 750m
Abstieg: ca. 500m
Gehzeit: ca. 3h
Besondere Schwierigkeiten: Keine.

Gipfelbesteigungen:

  • Keine

Wir steigen am frühen Nachmittag vom Parkplatz am Ende der Straße des Martelltals zur Zufallhütte auf und laden erst einmal Gepäck in unserem Sechsbettzimmer ab. Da die Sonne mit voller Kraft scheint, steigen wir noch weiter Richtung Marteller Hütte hinauf, dann aber rechts haltend Richtung Zufallferner und links einen Hang hinauf bis zu Pt. 2741 in der Tabaccokarte. Weil es schon spät geworden und die Sonne bereits verschwunden ist, fahren wir von dort wieder zur Zufallhütte ab. Dort erwartet uns Hüttenwirt Uli mit einem leckeren Viergängemenü.

14. März 2010:

Königsspitze, Zebru und Ortler von der Köllkuppe

Aufstieg: ca. 1100m
Abstieg: ca. 1100m
Gehzeit: ca. 4,5h
Besondere Schwierigkeiten: Skitour über Gletscher (Gefahr von Spalten)

Gipfelbesteigungen:

  • Köllkuppe (Cima Marmotta), 3330m

Es ist wieder ein sonniger Tag und so steigt heute fast die gesamte Hütte zur Köllkuppe auf. Der Wind bläst - wie auch schon gestern - sehr kräftig aus nördlicher Richtung. Bei mir geht es nur zäh den Berg hinauf und erreiche ich erst nach gut drei Stunden das Skidepot knapp unter dem Gipfel. Es stürmt kräftig über den Kamm, doch oben auf der Köllkuppe angekommen, ist es beinahe windstill und der Blick ist fantastisch. Dolomiten, Brenta, Ötztaler, ein richtig guter Ausblick bietet sich von hier oben! Wir verweilen trotzdem nur kurz, weil Anna noch hinter mir unterwegs war. Wir treffen sie dann allerdings erst auf der Hütte wieder, da sie krankheitsbedingt bereits abgefahren ist. Wir genießen die Abfahrt in teils gutem Schnee bis zur Hütte.

15. März 2010:

Ingo beim Abfahren

Aufstieg: ca. 800m
Abstieg: ca. 800m
Gehzeit: ca. 3,5h
Besondere Schwierigkeiten: Keine.

Gipfelbesteigungen:

  • Keine

Heute sollte der schlechteste Tag der Woche werden und so beschließen wir zunächst Richtung Hintere Schöntaufspitze loszuziehen. Der Wind bläst uns im Madritschtal kräftig und eisig ins Gesicht, die Wolken hängen recht tief und die Sicht ist nicht besonders gut. Die weiße Unterlage lässt eine spaßfreie Abfahrt befürchten. Da der Wind immer stärker wird, je näher wir dem Madritschjoch kommen, brechen wir bei etwa 3050m die Tour ab und fahren zurück zur Hütte.

16. März 2010:

Abfahrtshang der Suldenspitze (nach Norden)

Aufstieg: ca. 1250m
Abstieg: ca. 1800m
Gehzeit: ca. 7h
Besondere Schwierigkeiten: Skihochtour mit mehreren Gletscherberührungen und Spaltengefahr. Abfahrt bis ca. 35 Grad.

Gipfelbesteigungen:

  • Suldenspitze (Cima di Solda), 3376m

Wieder soll das Wetter nicht so gut werden und so ist es auch wieder bedeckt, als wir um viertel nach acht auf den Skiern stehen. Es bläst bereits an der Hütte ein kalter Wind, der zum Glück auf unserem Weg zur Casatihütte über den Langenferner teilweise nachlässt. Wir gehen langsam aber stetig voran und seilen uns auf dem letzten Stück über den Gletscher zur Casatihütte auch an, um kein Spaltensturzrisiko einzugehen. Wir wärmen uns in der Hütte auf, die gerade erst gestern ihre Saisoneröffnung hatte. So gibt es noch keine Toilette, keinen Kaffee und auch keinen Tee. Lediglich eine Minestrone konnte wir dem Hüttenwirt entlocken. Frisch gestärkt und aufgewärmt gehen wir wieder nach draußen und dürfen mit Freude feststellen, dass es aufgeklart hat. Der Cevedale ist frei und die Suldenspitze ebenso. So steigen wir die restlichen Höhenmeter hinauf zur Suldenspitze und versuchen bei starkem Wind abzufellen. Wir beschließen über den Suldenferner zur Schaubachhütte abzufahren und genießen die großteils pulvrige Abfahrt in vollen Schwüngen. Mit zwei Liften geht es dann bequem hinauf bis kurz unters Madritschjoch, das wir die letzten Meter zu Fuß erklimmen. Die Abfahrt durchs Madritschtal ist ein wenig besser als am Vortag, aber der Winddeckel ist immer noch nicht tragfähig genug. Heute haben wir uns die vier Gänge zum Abendessen redlich verdient.

17. März 2010:

Abstieg: ca. 200m
Gehzeit: ca. 0,25h
Besondere Schwierigkeiten: Keine.

Gipfelbesteigungen:

  • Keine

Da ich mir eine Erkältung eingefangen habe und ich nur schlecht Luft bekomme, bleibe ich heute an der Zufallhütte und lese ein Buch. Leider entgeht mir dadurch eine sonnige, aber wieder windige, Tour zur 5. Veneziaspitze. Gegen halb zwei fahren wir ab und treffen uns am Parkplatz wieder, von wo wir die Heimreise antreten.

Sturm an der bzw. auf die Köllkuppe
Sturm an der bzw. auf die Köllkuppe

Vroni, Andrea und Ingo auf der Köllkuppe
Vroni, Andrea und Ingo auf der Köllkuppe

Königspitze, Zebru und Ortler von der Köllkuppe
Königspitze, Zebru und Ortler von der Köllkuppe

Monte Cevedale und Zufallspitzen von der Köllkuppe
Monte Cevedale und Zufallspitzen von der Köllkuppe

Veneziaspitzen vom Madritschjoch
Veneziaspitzen vom Madritschjoch