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Hochtourenwoche mit Großvenediger-Besteigung
24. Juli 2005 bis 30. Juli 2005

Kartenempfehlungen:

  • Deutscher Alpenverein; Granatspitzgruppe; Blatt 39; Maßstab 1:25000
  • Österreichischer Alpenverein; Venedigergruppe; Blatt 36; Maßstab 1:25000

Zusatzinformationen:

Tourenverlauf als KML-Datei für Google Earth

Ein Bericht von Markus Fink.
Teilnehmer: Kathrin Pflüger, Victor Czenter, Thorsten Kunkel, Fabian Weyermann, Christoph Völkel
Leiter: Markus Fink

Tourenbericht:

24. Juli 2005:

Aufstieg: ca. 1500m
Gehzeit: ca. 4,5h

Gipfelbesteigungen:

  • Keine

Einen Treffpunkt an einem Sonntag, noch dazu in den Semesterferien um 8.00 Uhr MORGENS auszuwählen, erschien sehr gewagt, trotzdem erschienen pünktlich 3 Teilnehmer am ausgemachten Treffpunkt zur ZHS Führungstour, zu dem Zeitpunkt als unsere QuotenteilnehmerIn Kathrin noch im Land der Träume weilte. Akutes Versagen technischer Geräte war dann ½ Stunde später die Ausrede. Victor zog an diesem Tag ein Sonntagsfrühstück im Bett mit seinem Kater vor, anstatt unweit des südlichen Ausgangs des Felbertauerntunnels zu einem 4,5 stündigen Aufstieg zur 2650m hoch gelegenen Sudetendeutschen Hütte aufzubrechen.

25. Juli 2005:

Kein Abstieg möglich am Kampl

Gehzeit: ca. 7h

Gipfelbesteigungen:

  • Kleiner Muntanitz, 3192m
  • Großer Muntanitz, 3232m

Am Morgen ging es frohgemut auf dem Normalweg zum Gr. Muntanitz (3232m), abgesehen von einem kleinen Abstecher, der uns über eine 200 m kleine Firnflanke führte, wo wir erstmals die Steigeisen "ausprobierten". Der Abstieg zum Silesia Höhenweg erfolgte direkt über die Scharte zwischen Kl. und Gr. Muntanitz. Hier wurde Trittsicherheit verlangt. Nach 7 Stunden erreichten wir die Rudolfshütte, wobei sich unseren müden Beinen kurz vor der Hütte noch ein 300 Hm Anstieg über den Kalser Tauernpass in den Weg stellte.
 
 
 
 
 
 
 
 
 

26. Juli 2005:

Vier auf dem Schnee

Aufstieg: ca. 800m
Abstieg: ca. 800m

Gipfelbesteigungen:

  • Stubacher Sonnblick, 3088m

Wir unternahmen an diesem allseits begrüßten Ausruhtag einen Abstecher zum Stubacher Sonnblick (3088m). Victor gesellte sich zu unserer Gruppe und ersetzte Kathrin, die erst einmal talwärts wanderte. Die steifen Knochen der Teilnehmer wurden an diesem Abend mit Yoga gelockert.  
 
 
 
 

27. Juli 2005:

Markus auf dem Felsgrat

Gipfelbesteigungen:

  • Keine

Ab 5.00 Uhr liefen wir zur 2970 m hoch gelegenen Granatscharte. Von allen Teilnehmern wurde dieser Tag mit unruhigem Schlaf erwartet. Die "Königsetappe" führte angegebene 11 h über den St. Pöltener Ostweg zur gleichnamigen Hütte. Diese Etappe ist ein Leckerbissen für Hochalpinisten. Sie bietet Gletscher- und Blockgelände, weite Gehstrecken und ausgesetzte Klettersteigpassagen. Nach nur 10 Stunden erreichten wir als 2. offizielle Gruppe dieser Saison auf diesem Wege ziemlich ausgelaugt die 2481m hoch gelegene Hütte. 
 
 
 
 

28. Juli 2005:

'Gehgelände'

Gipfelbesteigungen:

  • Keine

Die 6 stündige Wanderung führte über den St.Pöltener Westweg zur Neuen Prager Hütte (2796m). Hierbei läuft man sich bis zum Talschluß die Beine wund und sieht dabei am gegenüberliegenden Hang den Weg der nächsten 2 - 3 Stunden vor sich. Vorbei an der Alten Prager Hütte erwartete uns Kathrin mit strahlender Sehnsucht auf der neueren Hütte. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

29. Juli 2005:

Unsere Gruppe auf dem Großvenediger

Aufstieg: ca. 1300m
Abstieg: ca. 1500m

Gipfelbesteigungen:

  • Großvenediger, 3667m
  • Kristallwand, 3329m

Um 5.00 Uhr starteten wir von der Hütte aus Richtung Großvenediger. 8.00 Uhr erreichten wir den Gipfel und vor Mittag das Defreggerhaus, in dessen Nähe wir Mittagsrast hielten. Den Nachmittag vertrieben wir uns in einem wüsten Spaltensystem und erklommen die Kristallwand, deren Überschreitung zur Badener Hütte führte. 
 
 
 
 

30. Juli 2005:

Der Sonne entgegen

Abstieg: ca. 1500m

Gipfelbesteigungen:

  • Keine

Morgens in aller Frühe stiegen wir über 3,5 h nach Grund unweit des Parklatzes zu unserem Auto ab und erreichten München 14.00 Uhr am Nachmittag.
 
Die Tour verdient ihre 5 "Konditionssternchen" ***** und sollte Teilnehmern empfohlen werden, die auch mit starker konditioneller Beanspruchung noch trittfest in schwierigen Gelände unterwegs sind, da beispielsweise der St. Pöltener Ostweg nach 5 Stunden auf der Hälfte des Weges über einen ausgesetzten blockigen Kamm mit Kletterpassagen führt!